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 Atelier Yuki
japanische Kunst


Puppen Galerie




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Ichimatsu


"Koyuki (kleine Schnee) ca. 28cm


"Tsuki (Mond)" ca.46cm


"Midori (grün)" ca. 36cm


"fukuju (Glück)" ca. 34cm
(Im Besitz Frau S.)



"Asagao (Winde)" ca.22cm


"Yuugao (Abendwinde)" ca.22cm


Ichimats "Ume (Pflaume)" ca. 22cm



Gliederpuppe

  
"Sakura" ca.65cm


      
"Maya" ca.70cm
(im Besitz Herr.H)


  


Geschichte der japanischen Puppen
... Ningyou: Puppen ...


Japanische Puppen haben eine lange Geschichte im japanischen Volksglauben. Schon seit

alten Zeiten glaubt man, dass die Puppen alles Übel, Unglück, Krankheit und Traurigkeit vom Besitzer fernhalten können.

Die Puppen haben also eine Aufgabe und sind nicht nur Kinderspielzeug. Da sie wie lebende Menschen behandelt werden, darf man die Puppen, die nicht mehr gebraucht werden, nicht einfach wegwerfen. Stattdessen gibt es buddhistische Tempel und Shinto-Schreine, die extra für solche Puppen die Totenmesse abhalten.

Im Laufe der Zeit wurden für den Bau der Puppen viele verschiedene Formen und Materialien entdeckt. Heute gibt es in Japan eine Kunstkategorie, die sich „Sousaku-Ningyou“ nennt. Sousaku bedeutet originell schöpfen, schaffen, machen, Ningyou bedeutet Puppen. Die Puppen dieser Kategorie haben zum Teil kein typisch japanisches Aussehen mehr, sondern sehen oft europäisch aus und sind manchmal sehr avantgardistisch.

Mitunter sind die Grenzen zwischen Puppenbau und Bildhauerei fließend. So gibt es z.B. eine Puppe, in deren Körper ein Uhrwerk zu sehen ist oder eine, die, nur aus Kopf und Händen bestehend, in einem extra gebauten Holzkasten dekoriert wird. Manche wirken auch sehr dämonisch. Die Ideen sind teilweise surrealistisch oder symbolisch, und sie haben allein schon einen hohen Wert als Kunstwerk.



Typische japanische traditionelle puppen
Ichimatsu-ningyou (Ichimatsu-puppen)

Der Ursprung der Ichimatsu-Puppen reicht zurück bis ins Japan zu Beginn der Edo-Zeit (1603-1868). In dieser Zeit stellte man Kisekae (Ankleide-) Puppen her, deren Arme und Beine drei Gelenke (mitsu-ore-Technik) hatten, damit man den Puppen verschiedene Kimonos anziehen konnte.

Der Name „Ichimatsu“ stammt von Ichimatsu Sanokawa, der im 18. Jahrhundert ein berühmter Schauspieler im traditionellen japanischen Kabuki-Theater war. Er war so schön, dass er selbst zum Symbol der Schönheit wurde. Nach seinem Vorbild stellte man damals auch viele Gesichter der Kisekae-Puppen her. Seitdem wurden diese Puppen Ichimatsu-Puppen genannt.

Die Ichimatsu-Puppen waren nicht nur Kinderspielzeug, sondern auch ein Geschenk der Eltern an ihre Töchter, wenn diese heirateten. Eine solche Puppe war eine nette, lebenslange Freundin und zugleich Schützgöttin für die Töchter. Wenn die Frauen starben, wurden die Puppen zusammen mit ihnen beerdigt. Das war das Schicksal der Ichimatsu-Puppen.

In der Meiji-Zeit (1868-1912) wurde die heutige Form der Ichimatsu-Puppen bestimmt. Sie haben eine Okappa- Frisur (schulterlanges Haar hinten und vorne kurz, das war eine alte Mädchenfrisur) und haben ein rundes, liebevolles, etwas zurückhaltendes Gesicht. Das runde Gesicht bedeutet, dass das Kind genug zu essen bekommt. Die Herstellung des Gesichtes mit dem richtigen Ausdruck ist die schwerste Arbeit und es bedarf oft vieler Versuche oder gar Neuanfänge der Puppenkünstler. Die Puppen-Kimonos, drei Unter-Kimonos (Juban, Hadagi und Koshimaki) Obi (der Gürtel) und Oberkimonos, werden von den Künstlern ausschließlich mit der Hand gefertigt.

Die Puppen als Kunstform werden heute noch sogar von Männern begehrt. Sie werden oft als ein wertvolles Geschenk gehandelt.


Japan Kunst


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kurze Vortrag über Japanische Puppen


der Artikel von Weser Kurier - Wümmezeitung am 27.4.2011  




andere Link
Ichnimatsu-Ningyo: Schönheiten im Kimono